Maurice Weiss

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1964

Perpignan

Schwerpunkt:
Fotoreportage

 

 

 

 

 

Gute Fotografen haben ein Näschen dafür, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und aus der richtigen Perspektive das überzeugende Bild zu schießen. Maurice Weiss gehört zu den herausragenden Fotografen, die dann nicht nur auf den Auslöser drücken, sondern auch noch das Gespür haben, wie aus dem Miterlebten ein außergewöhnliches Bild wird. In zahlreichen Ausstellungen konnten Besucher sich davon bereits überzeugen. Zum Beispiel anhand seiner Bilderserie „Umbrüche“, entstanden in den Tagen und Wochen der friedlichen Revolution im Herbst 1989, als die Welt den Atem anhielt – und der 1964 im französischen Perpignan geborene Fotograf am Ort des Geschehens war. Ein Beispiel: Seine Impression am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße: Der DDR-Grenzer steht erhöht und regungslos, während seine Mitbürger durch Unschärfe-Bewegung die eigentliche Dynamik der Situation unterstreichen. Und zwar von Ost nach West – ein Foto von besonderer Symbolkraft.

Im gleichen Jahr nahm Weiss in Dortmund ein Studium des Foto-Film-Designs bei Ulrich Mack und Arno Fischer auf, wirkte von 1991 an als Freier Fotograf unter anderem für die Agentur VU in Paris und ist seit 1995 Mitglied bei „Ostkreuz“ – dem Zusammenschluss von Fotografen und dem Synonym für hochqualifizierte Fotografie. Weiss errang verschiedene Auszeichnungen, etwa den Hansel-Mieth-Preis, beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen und hat auch bereits eine Reihe von Publikationen mit seinen Aufnahmen schmücken können.

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Text: R.M./fotokunst-in.de