Stefanie Pluta

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1980

Bobingen

Schwerpunkt:
Konzeptionelle Fotokunst

 

 

 

 

Die 1980 in Bobingen geborene und zur Zeit in Essen lebende Stefanie Pluta gehört zu den Nachwuchskünstlerinnen, die mit einer Mischung aus Talent und gründlicher Ausbildung ans Werk gehen und von denen daher noch eine Menge zu erwarten ist. Plutas Arbeiten sind im besten Wortsinne „ausgezeichnet“.

Sie studierte Design in Berlin, Essen und New York. Ihre Arbeiten bescherten ihr ein neunmonatiges Stipendium in der „Stadt, die niemals schläft“, wodurch sie die Gelegenheit bekam, sich eingehend mit dem Wesen des Urbanen vertraut zu machen und mit der Kamera den Möglichkeiten und Grenzen des Zusammen-Lebens nachzuspüren – deutlich werdend etwa in Form von scheinbaren Nebensächlichkeiten wie unterteilenden Stahlbügeln auf Ruhebänken, die verhindern, dass die Sitzgelegenheit von einem (obdachlosen) Menschen allein okkupiert wird und andere deshalb zu kurz kommen.

Fotokunstfreunde in Berlin, New York, Essen, Stuttgart, Schwetzingen, Köln, Gelsenkirchen, München und Krefeld konnten in Ausstellungen vor Ort bereits Bekanntschaft mit den Projekten von Pluta machen. Zu ihren ausdrucksstärksten Arbeiten gehört ihr Wandeln zwischen Fotografie und Installation. Ihre Auseinandersetzung mit einem vorgegebenen, aber in seiner Begrenztheit von ihr nicht akzeptierten Raum sprengt die Dimensionen. Der weiße, dampfende Haufen auf schwarzem Grund kann auch als überdimensionales Einschussloch und Auflösung der Grundlage wahrgenommen werden. Auch die Asche und Flammen vor Blümchentapete verweigern sich herkömmlichen Wahrnehmungsmustern. Erst Recht gilt das, wenn Pluta eine prinzipiell unbeherrschbare Natur den gediegenen, holzvertäfelten Raum durch gegebene und gesprengte Öffnungen zurückerobern lässt.

Auf jeden Fall wecken diese Werke die Neugierde auf mehr.

Text: R.M. / fotokunst-in.de