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1968 im Rheinland geboren und in einer typischen, auf Sicherheit bedachten Beamtenfamilie aufgewachsen, zeigte sich früh, dass sie über eine ausgeprägte Beobachtungsgabe verfügt, geradezu in Bildern denkt und ein sprichwörtliches fotografisches Gedächtnis besitzt.
„Ich wollte von kleinauf alles Schöne in meiner Umwelt aufsaugen, in meiner Erinnerung festhalten. Vielleicht weil es in meinem Umfeld auch viel Unschönes gab.“ Gleichzeitig kann sie sich noch sehr gut daran erinnern, wie begeistert sie war, wenn Bekannte und Verwandte neue Fotos für das spärlich ausgestattete elterliche Fotoalbum beisteuerten: Die Möglichkeit, so fotografieren zu können, dass Gesehenes und Erlebtes nicht nur im eigenen Gedächtnis haftet, sondern auf Papier gebannt die Zeit überdauert, faszinierte sie.
Von ihrem ersten selbstverdienten Geld kaufte sie sich eine Kleinbildkamera, später kam die eine oder andere Spiegelreflex hinzu. Als fotografische Autodidaktin nahm sie jede Gelegenheit wahr, sich auszuprobieren und ihre eigene Handschrift zu finden. „Dem Fotografierten zusätzliche Aussagekraft und Bedeutung zu geben, ist genauso mein Ziel, wie dem Betrachter die Möglichkeit zu eröffnen, sich auf die Geschichten im und hinter dem Bild einzulassen.“ Exemplarische Kraft entfalten hier etwa ihre Aufnahmen "Kreuzweg" und "Frau und Mann".
Ab 2005 machte sich die Fotografin auf die Suche nach ihren eigenen familiären Wurzeln, die sie verstärkt nach Skandinavien, insbesondere nach Dänemark führte. Als Ergebnis dieser Suche und der Antworten auf viele ihrer Fragen ist auch der Künstlername zu betrachten, den sich die Rheinländerin nach einer ihrer Vorfahren gab: Emilia Olzendam; ein weiteres Resultat ist die Fotoreihe „Sehnsucht.“
Mittlerweile wurden bereits einige ihrer Motive aus den Reihen „Sehnsucht.“ und „Doppelspiel“ bevorzugt in Postkartenform veröffentlicht und haben so schon ihre Freunde gefunden.
Mit der bildkreisel.de-Ausstellung „Sehnsucht.“ stellt Emilia Olzendam einen Teil ihrer Fotografien erstmals in Berlin aus.
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