Daniela Incoronato
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1953 |
Tel Aviv |
Schwerpunkt: |
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Die 1953 in Tel Aviv in Israel geborene Berliner Fotografin Daniela Incoronato hat vor allem ein Thema: Den Mensch in Bewegung. Ein Tanzfestival ist erst dann perfekt, wenn sich zu den Akteuren auf der Bühne, der Musik dahinter und dem Licht darüber auch Daniela Incoronato davor oder daneben auf die Aufführung einstellt und im richtigen Moment die ideale Körperentwicklung perfekt einfängt. „Es ist der Augenblick, der ein Foto besonders macht“, unterstreicht die Fotografin. Und sie fügt hinzu: „Der Augenblick beim Tanz, in dem Bewegung, Ausdruck und Licht zusammenfließen. Der Augenblick, der einer Situation die Spannung gibt oder ein Gefühl in Gesichtern offenbart.“ Ganz gleich, ob in ihrem Studio, ob auf der Bühne, ob bei Filmszenen oder „einfach mitten im Leben“, für Daniela Incoronato ist es stets „der Augenblick, der mich fotografieren lässt“. In Incoronatos Leben spiegeln sich die deutsch-israelischen Beziehungen in ganz besonderer Weise wieder. Ihr Stiefvater, ein Berliner Jude, war bereits vor dem Krieg mit den ersten Einwanderern nach Israel gegangen und in den 60er Jahren in seine Heimat zurückgekehrt. Ihre Mutter hatte mit ihrem Vater als rumänisch-spanisches Paar den Krieg in Rumänien überlebt und war dann 1951 nach Israel gekommen, wo zwei Jahre später Daniela geboren wurde. Nach dem Umzug ihrer Mutter nach Berlin wuchs die junge Israelin zunächst bei Pflegeeltern in einem Kibbuz auf, bis ihre Mutter nach dem Sechs-Tage-Krieg 1968 entschied: „Jetzt ist gut, jetzt musst Du hier bei mir bleiben.“ Für die hebräisch und rumänisch sprechende 15-Jährige war Deutschland ein fremdes Land. Doch nach der Abendschule kam sie mit der Fotografie nicht nur in einen Beruf, in dem sie aufging, sondern auch in die schillernde, künstlerische, experimentellen und von vielen Kulturen bereicherte Atmosphäre einer Stadt, die für sie zur zweiten Heimat wurde. Das Leben in, zwischen und mit verschiedenen Kulturen wurde ihr auch mit ihrem italienischen Mann noch mehr bewusst. Deutsch-italienisch wuchsen ihre vier Kinder auf. Als Tanz- und Theater-Fotografin begleitet sie viele Events der Stadt, gewinnt dort Impressionen von überzeugender Ästhetik, die den einzelnen Menschen auch in der Gruppe zum Mittelpunkt nehmen. Zudem wird sie immer wieder auch von TV-Produktionsfirmen zur Begleitung am Set gebucht. Dadurch hat sie auch von bekannten TV- und Kino-Schauspielern Portraits großer Nähe in „bewegenden“ Momenten festgehalten. |
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