Michel Comte
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1954 |
Zürich |
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Der am 19. November 1954 in Zürich (Schweiz) geborene Michel Comte gehört zu den wenigen Fotografen, die über mehrere Genres hinweg weltweit geschätzt werden. Michel Comte ist geradezu ein Markenzeichen für herausragende Arbeiten sowohl in der Mode- und Magazin-Fotografie, in der Portrait-Kunst als auch in der Fotoreportage. Die großen Leitmedien setzen rund um den Globus auf seine Präsentation von Menschen und Objekten. Vermutlich fällt es leichter, die Großen und Berühmten der Gegenwart aufzuzählen, die sich seiner Kamera noch nicht gestellt haben, als alle diejenigen zu zählen, die sich auf ihn und seinen kreativen Blick eingelassen haben. Weltweit wurde dieser Umstand zum Beispiel deutlich, als nach der Eheschließung des franzöischen Präsidenten Nicolas Sarkozy eine anmutige Aktfotografie seiner neuen Gattin Carla Bruni für 91.000 Dollar versteigert wurde. Sie stammte – natürlich von Michel Comte. Wie viele Große seiner Zunft ist Michel Comte als Fotograf Autodidakt. Gelernt hat er den Beruf des Kunstrestaurators. Längst war die Fotografie vom Hobby zur Passion geworden, als er in Paris zufällig gefragt wurde, ob er eine Werbekampagne für Umberto fotografierren wolle. Dadurch wurde Karl Lagerfeld auf das Ausnahmetalent aufmerksam – Ende der 70er Jahre nahm so von Paris aus eine großartige Karriere seinen Lauf. Durch die Arbeit für die amerikanische Vogue wechselte er 1981 nach New York, ließ sich danach auch in Los Angeles nieder. Aus diesen Jahren stammen viele seiner eindrucksvollen Portraits, die er am liebsten nicht im kalten Sudio konstruiert, sondern in den gewöhnlichen Lebensumständen sucht. Ob schöne Frauen, berühmte Männer oder große Künstler – stets ist Comte um größtmögliche Nähe bemüht, will das Innenleben seines Gegenübers kennenlernen und erfassen. Die Neigung zur Nähe drückt sich auch in der Wahl seiner Brennweite aus: „Ich habe gar kein Teleobjektiv“, gab Comte einmal zu Protokoll. Viele schenkten Comte ihr Vertrauen – und wurden nicht enttäuscht, auch wenn die entstandenen Aufnahmen auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkten. Robert Altman, Kim Basinger, Marisa Berenson, Halle Berry, Gisele Bündchen, Claudia Cardinale, Vincent Casell, Latizia Casta, Geraldine Chaplin, Arthur Cohn, Helena Christensen, Hillary Clinton, Sophia Coppola, Penelope Cruz, Shanon Doherty, Lapo Elkan, Karen Elson, Robert Evans, Vincent Gallo, Deryl Hanna, Mariel Hemingway, Eva Herzigova, Anthony Hopkins, Jeremy Irons, Nastasia Kinski, Jeff Koons, Ri Liotta, Lucy Liu, Sophia Loren, Jennifer Lopez, Demi Moore, Karen Moulder, Britney Murphey, Gary Oldman, Guy Ritchie, Mickey Rourke, Michael Schumacher, Lord Smithers, Sting, Sharon Stone, Benicio del Toro, Robbie Williams – Comte hatte sie alle. Aus einer fotografischen Liaison wurde Liebe: 1986 heiratete Comte das Model Dominique Kamber. Zwei Kinder gingen aus der (inzwischen gescheiterten) Ehe hervor. Ende der 90er Jahre begann eine neue Leidenschaft im Leben des Michel Comte: Die Reportage- und Dokumentarfotografie. Er bereiste die „Hot Spots“ der aktuellen Konflikte, kam mit beeindruckenden und bedrückenden Bildern unter anderem aus Afghanistan, Bosnien, China (Tibet), dem Irak, Kambodscha und dem Sudan zurück. Nicht nur international renommierte Magazine waren dabei seine Auftraggeber; er reiste auch im Auftrag des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes. Comte beließ es jedoch nicht dabei, auf die Wirkung seiner Bilder allein zu vertrauen. 2004 gründete er seine Michel Comte Water Foundation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen in der Dritten Welt mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Viele Erlöse aus dem Verkauf seiner Bilder leitet er seitdem an seine Stiftung weiter. Daneben engagiert er sich auch für viele weitere Charity-Projekte. Der Name als Gütezeichen – inzwischen gibt es auch ein Parfüm, das seinen Namen trägt, das Michel Comte Shared Water, kreiert von Joachim Mensing, einer der führenden „Nasen“ in der Welt der Wohlgerüche. Seit 2005 wendet sich Comte auch dem Medium Film zu, übernimmt die Regie von Hollywoodproduktionen. Seine Motivation fasst er zusammen in der Feststellung: „Ich will mit meinen Aufnahmen die Herzen vieler Menschen berühren – das ist das Einzige, was für mich zählt.“ |
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